Philipp Staab diagnostiziert in seinem neuen Buch eine tiefgreifende Systemkrise. Die Aussicht auf Modernisierung erzeugt nicht länger Legitimität. Viele Bürger:innen empfinden Steuerungsversuche des Staates als übergriffig. Immer öfter wird aus Abwehr sogar offene Ablehnung nicht nur der Klimawende, sondern liberaler Grundwerte und der Demokratie als solcher. Der »grüne Fortschritt«, so Staab, ist selbst zur Quelle von Instabilität geworden. An die Stelle des Versprechens einer helleren Zukunft ist eine Utopie des Stillstands getreten.
Im Rahmen seines Vortrags präsentiert er die Kernthesen seines neuen Buches Systemkrise. Legitimationsprobleme im grünen Kapitalismus (Suhrkamp, 2025) und vertieft diese im Anschluss im Gespräch mit Susanne Schwarz, Taz-Redakteurin (angefragt).
Beide Programmpunkte sind Teil der Veranstaltung „Lange Nacht des Klimas“ 2025 und finden am 13.09.25 ab 21:00 Uhr statt. Das vollständige Programm haben wir hier veröffentlicht.
Philipp Staab, geboren 1983, ist Professor für die Soziologie der Zukunft der Arbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2021 wurde er mit dem Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik ausgezeichnet.
Foto: Robert Poorten/Suhrkamp Verlag